Afghanistan
Poliomyelitis: Afghanistan gehört zu den wenigen Ländern, in denen Poliomyelitis weiterhin endemisch vorkommt. Mitte Januar wurde die erste Erkrankung in diesem Jahr gemeldet. Im vergangenen Jahr sind 13 Menschen erkrankt, 2015 waren es 20. Adäquate Schutzmaßnahmen, wie Hygiene und Impfschutz, beachten. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, hat die WHO Anfang Mai 2014 die Regierung des Landes aufgefordert allen Reisenden (Einheimischen und Touristen), die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben, vor ihrer Ausreise eine Impfung gegen Polio zu empfehlen. Die Impfung soll zwischen 4 Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Australien
Dengue: Seit Anfang Januar wurden von der Insel Boigu (Torres-Strait-Inseln) 6 Infektionen gemeldet. Seit Anfang Februar wurden aus Innisfail, einer ca. 90 km südlich von Cairns (Bundesstaat Queensland) gelegenen Stadt, 4 lokale Infektionen bestätigt. Mitte Februar wurde in Townsville ein Fall gemeldet. Mückenschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Australien
Ross River-Krankheit: Im Bundesstaat Victoria (SO) wurden im Januar die höchsten Fallzahlen der letzten 10 Jahre gemeldet. Mehr als 650 Infektionen wurden registriert, durchschnittlich erkranken jährlich nur 252 Menschen. Die Infektion wird durch Stechmücken übertragen und kommt in Australien regelmäßig vor. Expositionsprophylaxe gegen tagaktive Stechmücken durchführen.
Meldung eingestellt am: 10.02.2017

Bolivien
Gelbfieber: Im Januar ist ein dänischer Tourist in der Provinz Caranavi erkrankt. Die Infektion ist in weiten Teilen des Landes endemisch. Eine Impfung ist bei Reisen in das gesamte Tiefland östlich der Anden mit den Departments Pando, Beni, Santa Cruz sowie den tiefer gelegenen bzw. subtropischen Teilen von La Paz (ohne Hauptstadt), Chochamba, Chuquisaca (ohne die Stadt Sucre) und Tarija empfohlen.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Brasilien
Gelbfieber: Seit Anfang Januar haben die Gesundheitsbehörden 1.170 Verdachtsfälle und 186 Todesfälle in den Bundesstaaten Minas Gerais, Espirito Santo, Sao Paulo, Bahia, Tocantins, Rio Grande do Norte (NO) und dem Distrito Federal gemeldet. 161 Infektionen wurden bestätigt. Einzelne Verdachtsfälle wurden in den Bundesstaaten Goias (Z) und Mato Grosso do Sul (W) verzeichnet. Es ist der größte Ausbruch in den letzten 30 Jahren. Die Behörden haben Impfkampagnen gestartet. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 6 autochthone Infektionen verzeichnet, die meisten im Bundesstaat Sao Paulo (SO). Derzeit wird für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Kanada
Mumps: Seit September 2016 sind im Bundesstaat Manitoba 139 Menschen erkrankt. Betroffen sind überwiegend Studenten der Universitäten Manitoba und Winnipeg und der Université de Saint-Boniface in Winnipeg. Zuletzt wurden Ende Januar 2 Infektionen aus der Stadt Thompson gemeldet. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.
Meldung eingestellt am: 07.02.2017

Kap Verde
Dengue: Erstmals seit 2011 wurden Ende Dezember letzten Jahres 3 lokale Infektionen auf der Insel Santiago bestätigt. Bis Ende Januar ist ihre Zahl auf 23 gestiegen. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Malaysia
Dengue: In diesem Jahr wurden bereits ca. 11.170 Infektionen verzeichnet, es gab 29 Todesfälle. Mehr als die Hälfte aller Fälle stammt aus Selangor. Im vergangenen Jahr wurden ca. 101.360 Infektionen und 237 Todesfälle verzeichnet. 2015 wurden etwa 120.700 Erkrankungen gemeldet, 336 Menschen sind verstorben. Die mückenübertragene Erkrankung ist wie in ganz SO-Asien auch in Malaysia verbreitet, vor allem auf der Halbinsel. Da es hier keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Neukaledonien
Dengue: Landesweit wurden in 2016 ca. 650 Erkrankungen gemeldet, die meisten davon in der Hauptstadt Noumea. Seit Beginn des neuen Jahres wurden bereits ca. 390 Erkrankungen und ein Todesfall verzeichnet. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Mücken beachten.
Meldung eingestellt am: 14.02.2017

Nicaragua
Impfvorschrift: Infolge des Gelbfieber-Ausbruchs in Brasilien haben die Behörden die Einführung einer Impfvorschrift für Reisende aus Endemiegebieten beschlossen.
Meldung eingestellt am: 20.01.2017

Panama
Impfvorschrift: Infolge des Gelbfieber-Ausbruchs in Brasilien haben die Behörden die Einführung einer Impfvorschrift beschlossen. Bei Einreise aus Brasilien wird von allen Reisenden ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung verlangt. Ausgenommen sind Kinder unter 9 Monaten und Transitreisende, die den Flughafen nicht verlassen.
Meldung eingestellt am: 07.02.2017

Sri Lanka
Dengue: Die grippeähnliche, von Mücken übertragene Viruskrankheit kommt in Sri Lanka regelmäßig vor. Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen, insbesondere während und nach der Regenzeit. Seit November letzten Jahres ist die Zahl der Infektionen erneut stark gestiegen und der Trend scheint sich in diesem Jahr fortzusetzen. Es wurden bereits ca. 9.890 Erkrankungen gemeldet. Mindestens 11 Menschen sind verstorben. Im vergangenen Jahr wurden bereits ca. 54.730 Infektionen registriert, mehr als die Hälfte davon in der Westprovinz. 78 Menschen sind verstorben. 16.665 Erkrankungen wurden allein in Colombo verzeichnet. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.
Meldung eingestellt am: 10.02.2017

Tansania
Cholera: Seit Februar 2015 gibt es in verschiedenen Regionen meist kleinere Ausbrüche. Ausgehend von Dar es Salaam sind seit Mitte August in 23 Regionen auf dem Festland 383 Menschen verstorben, es gibt etwa 24.730 Erkrankte. Seit Anfang dieses Jahres wurden 823 Fälle gemeldet, 14 Menschen sind verstorben. Auch auf Sansibar wurden ca. 4.370 Infektionen und 88 Todesfälle verzeichnet. Seit Anfang Mai ist die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen kontinuierlich gesunken. Hygiene beachten, Impfschutz für Risikoreisende erwägen.
Meldung eingestellt am: 03.02.2017

Thailand
Dengue: In diesem Jahr wurden bisher 650 Fälle gemeldet, die meisten aus dem Süden des Landes. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres sind auf der bei Touristen beliebten Insel Koh Samui 128 Menschen erkrankt. Landesweit wurden im vergangenen Jahr etwa 58.560 Erkrankungen und 57 Todesfälle verzeichnet. 2015 sind landesweit ca. 143.000 Menschen erkrankt, es gab 141 Todesfälle. Ein Infektionsrisiko besteht ganzjährig, die Hauptübertragungszeit sind die Monate Juli und August. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten!
Meldung eingestellt am: 03.02.2017

USA
Mumps: Im vergangenen Jahr wurden landesweit ca. 5.310 Erkrankungen gemeldet, es sind die höchsten Fallzahlen seit 10 Jahren. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Arkansas und Iowa, gefolgt von Illinois, Oklahoma, Massachusetts und Indiana. Darunter waren auch zahlreiche Cluster an Universitäten. In Arkansas, Oklahoma und Washington wurden auch 2017 neue Fälle registriert. Landesweit wurden seit Anfang dieses Jahres 611 Erkrankungen verzeichnet. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.
Meldung eingestellt am: 10.02.2017

USA
Zika-Virus: Ende November 2016 wurde die erste autochthone Erkrankung im Bundesstaat Texas bestätigt, betroffen ist eine Frau aus Brownsville. Inzwischen wurden dort 6 weitere Fälle gemeldet. Seit Ende Juli wurden im Bundesstaat Florida 262 lokale Infektionen bestätigt. Besonders betroffen ist das Miami-Dade County. Landesweit wurden bis Anfang Februar ca. 4.780 importierte Fälle gemeldet. In 41 Fällen wurde eine sexuelle Übertragung beobachtet. In einigen Außengebieten der Vereinigten Staaten (Puerto Rico, Jungferninseln, Amerikan. Samoa) wurden ca. 36.500 lokale Infektionen registriert. Reisende sollten auf sorgfältigen Mückenschutz achten. Schwangere sollten derzeit von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete absehen.
Meldung eingestellt am: 10.02.2017

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