Stand: 14.08.2014

Ebola-Ausbruch in Westafrika
Der Ausbruch, der Ende letzten Jahres in Gebieten Waldguineas begann, hat sich auf vier Länder ausgeweitet. Am 8. August hat die WHO den Ausbruch zum “Internationalen Gesundheitsnotfall” (international public health emergency) erklärt. Bisher sind 1.975 Menschen erkrankt, 1.069 von ihnen sind verstorben. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiterhin an. Der Schwerpunkt der Epidemie hat sich nach Sierra Leone verlagert. Die Erkrankung wurde durch einen Fluggast aus Liberia nach Nigeria importiert.

Informationen zu der Situation in den Ländern:

Guinea Liberia Nigeria Sierra Leone

Krankheitsbeschreibung

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Robert Koch-Institut: Aktuelles Robert Koch-Institut: Krankheitsbeschreibung Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Ebola Centers for Disease Control and Prevention (CDC) – Ebola Healthmap – Ebola-Timeline International SOS – Ebola in West Africa

© Centrum für Reisemedizin

Infektionsgefahr bei Fernreisen nicht unterschätzen
Dengue-Fieber in Südostasien und Südamerika weiter
auf dem Vormarsch

Das durch Mücken übertrageneDengue-Fieber, auch bekannt unter dem Namen Knochenbrecherfieber, breitet sich weiter aus. Derzeit nehmen vorallem in Südostasien und Südamerika die Erkrankungs
zahlen stark zu. Auch Reisende infizieren sich zunehmend mit der Virusinfektion Das Robert Koch-Institut hat hierzulande seit Beginn des Jahres bis Anfang Mai bereits 297 eingeschleppte Fälleregistriert. Im gleichen Zeitraum 2012 wurden nur
11 registriert.Das Centrum für Reisemedizin rät Reisenden, bei Aufenthalten in Endemiegebieten auf sorgfältigem Mückenschutz zu achten.
Hohe Fallzahlen registrieren derzeit die meisten Ländern Südostasiens und Südamerikas Venezuela und Paraguay. Allein in Thailand sind seit Beginn des Jahres bis Anfang Mai 26 000 Er-krankungs- und 33 Todesfälle aufgetreten. In Südamerika erzeichnet Brasilien mit landesweit 635 161 Erkrankungen bis Anfang April die
subtropischen Ländern regelmäßigauf. Schwerpunkte liegen im süd- und südostasiatischen Raum, aber auch in Lateinameri-ka, Zentralafrika und in der Karibik ist die Erkrankung weit verbreitet. In diesen Regionen
erkranken nach Schätzungen der WHO jedes Jahr etwa50 bis 100 Millionen Menschen an
Dengue-Fieber. Touristen infizieren sich meist in den stark frequentierten ReiseländernSüd- und Südostasiens.
„Bei Reisen in Verbreitungsgebiete ist sorgfältiger
Mückenschutz unerlässlich“ sagt Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek,Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Das Risiko einer Infektion mit Dengue-Fieber besteht meist ganzjährig, ist en sind vorwiegend tagsüber aktiv,insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung.“
Das Virus wird von der ägyptischen und der asiatischen Tigermücke übertragen. Schutz
vor ihren Stichen bieten Mückenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut mit dem W durch dünne Materialien hindurch stechen können, kann es sinnvoll sein, feines nem er dem Schlafplatz und an Fenster und Türen sind abends und nachts als Schutz vor Insekten ratsam. Eine Impfung gegen Dengue-Fieber existiert nicht.
Fieber und Schmerzen nach etwa einer Woche abklingen, leiden die Patienten meist nochmehrere Wochen unter allgemeiner Abgeschlagenheit.
Medikamente für eine spezifischeBehandlung der Infektion existieren nicht, die Krankheit heilt für gewöhnlich von alleine aus. Bei schweren Krankheitsverläufen können Fieber oder das Dengue-Schocksyndrom auftreten, die
beide zum Tode führen können.
Die Sterblichkeitsrate bei Dengue-Fieber liegt bei
etwa 2,5 Prozent.