Treue-Pass:

Der Treuepass der Balde Apotheke

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Reise-Gesundheitstipp

Beginn der sonnigen Jahreszeit: Sonnenschutz ist für Kinder besonders wichtig
Bei Kindern sind die Sonnenschutzmechanismen der Haut, wie Bräunung, Bildung einer Lichtschwiele und Zellreparaturvorgänge, weniger entwickelt als beim Erwachsenen. Schon einzelne Sonnenbrände im frühen Kindesalter erhöhen das Risiko, im Erwachsenenalter an einem malignen Melanom zu erkranken. Für sehr kleine Kinder kann ein großflächiger Sonnenbrand sogar akut lebensbedrohlich sein und muss ärztlich behandelt werden.
Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von einem Jahr sollten deshalb gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt und auch im Schatten durch locker sitzende, dicht gewebte Kleidung vor Streustrahlung geschützt werden. Auch für ältere Kinder ist bedeckende Kleidung der beste Sonnenschutz. Im Handel sind Textilien mit hohem UV-Protektionsfaktor (UPF) erhältlich, der bei Kindern mindestens 30 betragen sollte. Zusätzlich sind ein Sonnenhut mit breiter Krempe sowie eine Sonnenbrille mit UV A- und UV B-Schutzgläsern empfehlenswert.
Unbedeckte Körperteile wie Gesicht, Hände oder die Füße müssen mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät für die Anwendung bei Kindern mindestens zu Lichtschutzfaktor (LSF) 30, bei sehr heller Haut, sowie bei Aufenthalten am Wasser, in großen Höhen und in den Tropen zu Lichschutzfaktor 50 und höher. Die Sonnencreme sollte großzügig, möglichst schon etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne und dann erneut alle zwei Stunden, aufgetragen werden. Nach dem Baden und Abtrocknen sollten Sonnenbadende immer nachcremen – auch wenn sie Produkte mit der Bezeichnung „Wasserfest“ verwenden.
In den Tageszeiten der höchsten Sonnenintensität zwischen 11 Uhr und 15 Uhr ist es am besten, die direkte Sonne zu meiden.
Über den aktuellen UV-Index – und damit über die Sonnenbrandgefahr – in Deutschland und weltweit informiert der Deutsche Wetterdienst auf seinen Internet-Seiten: http://kunden.dwd.de/uvi/forecast
Übrigens: Sonnenschutzmaßnahmen für Kinder sind auch für Erwachsene sinnvoll!
Von Privatdozent Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftliche Leitung

Checkliste: Was gehört in die kindgerechte Reiseapotheke?

Wenn Sie mit Säuglingen, Kleinkindern oder Schulkindern unterwegs sind, gilt es, die Reiseapotheke besonders sorgsam zusammenzustellen. Kleinere Verletzungen, Durchfall oder Fieber kommen gerade bei Kindern häufig vor. Nicht immer ist ein Arzt sofort erreichbar. Die Reiseapotheke sollte deshalb mindestens für eine Erstbehandlung des Kindes ausgestattet sein. Die Checkliste des CRM Centrum für Reisemedizin führt auf, was in einer kindergerechten Reiseapotheke nicht fehlen sollte:

Grundausstattung:

* Fieberthermometer * gegebenenfalls Dauermedikation

Medikamente gegen:

* Durchfall (z.B. Tannacomp oder Probiotika) * Erbrechen/Übelkeit/Reisekrankheit (z.B. Mittel mit Dimenhydrinat) * Erkältung * Fieber/Schmerzen (für Kinder sind Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Paracetamol, nicht mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure empfohlen) * Husten * Halsschmerzen * Ohrenschmerzen * Verstopfung * Blähungen * Magen-/Darmkrämpfe * Augenentzündung * Gegebenenfalls auf Anraten des Arztes zusätzlich antiallergische und antibiotische Medikamente

Erste- Hilfe bei Verletzungen

* Verbandsmaterial * Wunddesinfektion (nicht brennende Lösungen z.B. Octenisept) * Verbrennungen * Verstauchungen/Sportverletzungen * Splitterpinzette (eignet sich auch zur Entfernung von Zecken)

Sonnenschutz

* Creme mit hohem UV-A und UV-B- Lichtschutzfaktor (LSF 20 oder höher) * Insektenschutz

Für Länder mit niedrigem Hygienestandard

* Wasserdesinfektion

Weitere wichtige Hinweise:

Bei Reisen in südliche Länder sollten Urlauber – wenn eine kühle Lagerung der Medikamente nicht sichergestellt ist – keine Zäpfchen mitnehmen. Diese weichen in der Hitze auf und sind dann nicht mehr anzuwenden. Für Kinder sollten Eltern daher besser zu Säften oder Tropfen greifen.
Die Wirkstoffe mancher Medikamente können bei großer Hitze (über 40°C) beeinträchtigt werden. Reisende sollten darauf achten, dass das Gepäckstück mit der Reiseapotheke nicht extremer Hitze ausgesetzt ist.
Von wichtigen Dauermedikamenten sollte ein ausreichender Vorrat mitgenommen werden, etwa 1/3 mehr als die für den Zeitraum benötigte Menge.
Wichtige Notfall- und Dauermedikamente sollten grundsätzlich zur Hälfte im Handgepäck transportiert werden, falls der Koffer abhanden kommen sollte.
Urlauber sollten sich bei ihrem Arzt oder Apotheker erkundigen, wo sie bei Verlust notwendiger Dauermedikamente für Kinder im Notfall Ersatzpräparate bekommen können, beziehungsweise ob und unter welchem Handelsnamen gleiche Medikamente im Reiseland erhältlich sind.
Die Reiseapotheke sollte wahrend der Reise und am Reisezielort stets kindersicher aufbewahrt werden.

Weitere Fragen: wir beraten Sie gerne!

Ihr Team der Balde Apotheke!