Reise-Gesundheitstipp
Mücken, Zecken & Co. Wie Sie sich vor Stichen und Bissen schützen können
Während es hierzulande noch grau und kalt ist, zieht es viele Urlauber in ferne, warme Regionen. Dort sind oftmals Erkrankungen weit verbreitet, die Mücken durch ihre Stiche übertragen: Dengue-Fieber, Malaria oder das Chikungunya-Virus beispielsweise. Und auch in Deutschland gibt es Insekten, die Menschen mit Krankheiten infizieren können. So übertragen Zecken in den Sommermonaten Krankheiten wie Borreliose oder FSME. Das CRM Centrum für Reisemedizin erklärt, was zu tun ist, um sich vor den Stichen und Bissen der Plagegeister zu schützen. Weitere Informationen unter www.crm.de/aktionen.
Kleidung
Schützende Kleidung gehört zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gegen Insektenstiche – vor allem zum Schutz vor Zecken und Mücken ist sie wichtig. Dazu gehören feste Schuhe, Strümpfe und weite, langärmelige Hemden und Hosen. Mücken können leicht durch dünne Kleidung hindurchstechen. Die Kleidung sollte daher entweder sehr dicht gewebt oder dick sein. Gerade bei tropischen Temperaturen kann das unangenehm sein. Dann sollten Urlauber dünnes Gewebe mit dem Insektizid Permethrin imprägnieren. Alternativ ist im Fachhandel bereits imprägnierte Kleidung erhältlich.
Repellentien
Auf nicht bedeckte Körperteile sollten Repellentien – Insektenabwehrmittel für die Haut – aufgetragen werden. Der Wirkstoff DEET (Diethylmethylbenzamid/-toluamid) schützt am besten. Je höher die Konzentration von DEET, desto länger hält der Schutz an. Für Reisen in die Tropen ist eine Konzentration von mindestens 30 Prozent DEET zu empfehlen. DEET sollte nicht auf empfindliche oder geschädigte Hautstellen aufgetragen werden. Der Wirkstoff Icaridin ist nicht in Konzentrationen über 20 Prozent erhältlich, daher ist er weniger wirksam als DEET und für die Tropen ungeeignet. Manchmal werden pflanzlichen Substanzen wie Citronella, Eukalyptus, Kokosnussöl oder Lavendel zum Mückenschutz eingesetzt. Alle diese Mittel sind den chemischen Präparaten deutlich unterlegen und für den Schutz vor mückenübertragenen Erkrankungen ungeeignet.
Insektizide und Akarizide
Elektrische Verdampfer und Räucherspiralen verdampfen Pyrethroide, synthetische Insektizide, die auf dem natürlichen Pyrethrum basieren. Das Nervengift richtet sich jedoch gegen alle Insekten und somit auch gegen Nützlinge. Die Wirksamkeit dieser Mittel variiert stark. Gerade in geschlossenen Räumen können sie mitunter Unverträglichkeiten oder Reizungen der Haut und Schleimhäute hervorrufen.
Moskitonetze
Bei Aufenthalten in den Tropen sollten Urlauber möglichst unter einem Moskitonetz schlafen. Die Lochgröße der Netze sollte zwischen 1,2 und 1,5 mm liegen, damit auch kleine Insekten abgehalten werden, aber gleichzeitig die Luftzirkulation nicht zu stark herabgesetzt ist. Durch eine Imprägnierung des Moskitonetzes mit Permethrin wird die Effektivität deutlich erhöht, da eine Vielzahl der Mücken nach Kontakt mit dem imprägnierten Netz abstirbt.